Laute Musik und kleine Keller in Kopenhagen: Warpigs und Mikkeller

Kopenhagen ist auf jeden Fall eine Reise wert. Ich war letztens für ein verlängertes Wochenende dort und wie wahrscheinlich die meisten, habe auch ich mich in die Stadt verliebt. Das Wetter war zwar nicht so umwerfend, aber das hat mich natürlich nicht daran gehindert unheimlich viele, tolle und auch neue Sachen auszuprobieren. Ganz oben standen natürlich die berühmten und äußerst beliebten Bierbars Mikkeller und Warpigs.

Die Mikkeller Bar hat mir schon von der Einrichtung her sehr gut gefallen. Die Bar war sehr gemütlich und die Bedienung, wie in ganz Kopenhagen, super freundlich. Die Auswahl war super, fast schon zu groß. Aber man konnte, bevor man sich ein großes Glas der ziemlich teuren Flüssigkeit gönnte, einen Probeschluck abfüllen lassen. Es waren alles besondere Biere, daher ist der Preis auch etwas gerechtfertigt, aber Kopenhagen ist und bleibt nun mal eine teure Stadt. Also vergesst den Geldbeutel nicht! Sehr praktisch ist, dass man eigentlich überall mit Karte zahlen kann, da man sonst ziemlich viele Kronen zum Ausgehen mitschleppen müsste. Nun aber endlich zum Bier:

Der Raspberry Triplebock war etwas sehr Besonderes und ist wahrscheinlich nichts für Jedermann. Der erste Eindruck ist ein Pumpernickel-Brot mit Himbeermarmelade. Der Bock riecht sehr scharf und schnapsig wie ein Brand, geschuldet von seinen vielen Prozenten. Auch riecht das Bier herrlich nach reifen Himbeeren und nach säuerlichem Pumpernickel. Geschmacklich ist es ausgewogen: süß, säuerlich und ganz leicht bitter mit einer schwachen Rezenz.

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Das zweite Bier dazu war etwas ungünstig gewählt. Neben so einem Kraftpaket sah die „Hey ich bin ein Berliner“ Weisse Mango ziemlich mager und fad aus. Riechen tut sie, typisch für eine Weisse, nach nassem Lappen und Ziegenstall. Geschmacklich war sie trotzdem eher wässrig und super mild. Die Weisse war eher enttäuschend, da auch die Mango fehlte. Trotzdem leicht säuerlich und somit erfrischend leicht für den Sommer.

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Das letzte Bier hier war das Pale Alienation von People like us. Ein stark tropischer Geruch nach Mango und Maracuja steigt einem in die Nase. Leider überwiegen die bitteren Noten so stark, sodass man kaum noch etwas Anderes schmeckt. Leider ist das Pale Ale auch nur sehr schwach fruchtig im Geschmack.

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Warpigs war etwas schwieriger zu finden von der Seite wo wir herkamen. Eine sehr außergewöhnliche und große Bar, da es ein ehemaliges Schlachthaus ist. Wenn man den linken Eingang nutzt, kommt man an den Braukesseln vorbei. Über den langen Gang verteilen sich dann viele große Tische mit Holzbänken dran. Etwas störend für meinen Geschmack war die schon sehr laute Musik, die eine Unterhaltung fast unmöglich macht. Eine Tanzfläche hätte die Clubatmosphäre perfekt gemacht und hätte dort auch noch ziemlich gut hineingepasst. Während es in der Mikkeller Bar nur kleine Snacks gab, kann man bei Warpigs ordentlich und gut essen. Eine gute Auswahl an Fleisch und Burgern wird geboten, wie man es von einem Schlachthaus erwartet.

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Dort habe ich das Warpigs in Kdh Earl Grey Pils getrunken. In den etwas gewöhnungsbedürftigen Gläsern sieht es zwar aus wie heller Tee, im Geschmack ist der Teegeschmack leider etwas dünn. Es ist ziemlich sauer und riecht nach Bergamotte und tropischen Früchten wie ein Ale. Nach dem zweiten Schluck war es dann auch nicht mehr ganz so bitter. Der Name Pils verwirrt hier etwas.

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Das Warpigs watermelon gose(t) war sehr sauer aber auch sehr erfrischend. Auch durch den Geschmack nach Melone und Gurke wirkt es sehr sommerlich. Mir hat es sehr gut gefallen.

Das letzte Bier hier war das Warpigs berrys and cream. Das Cream Ale war sehr süß und hatte einen komischen künstlichen Beerengeschmack wie Kaubonbons. Es erinnert eher an eine Limo.

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Alles in allem ist Kopenhagen sehr zu empfehlen. Auch zum Bier trinken. Es gibt tolle Bars und auch im Supermarkt gibt es eine riesen Auswahl. Geschmacklich ist für jeden etwas dabei. Der einzige Haken ist der enorme Preis des köstlichen Brauwerks.

P.S. ein kleiner Tipp: Mikkeller findet ihr auch in Berlin!

 

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